370 Hektar Brandenburger Wald weg für Solarpark!


Uhu, Seeadler und Schwarzstorch leben in dem Waldgebiet bei Hohensaaten (Kreis Barnim). Mit 370 Hektar ist er größer als das Tesla-Werk. Doch ein Investor hat die Fläche gekauft, will den Wald für Sonnenstrom roden. Die Stadtverordneten von Bad Freienwalde haben zugestimmt. Auch die örtlichen Grünen.





„Ich finde es absurd, Wald für Solaranlagen abzuholzen“, schimpft Umweltminister Axel Vogel (65, Grüne), „dafür gibt es genug andere Flächen. Vor allem solche, die schon versiegelt sind wie Dächer und Parkplätze.“





Doch im Potsdamer Landtag musste Vogel gestern gestehen: „Als Land haben wir keine direkte Möglichkeit, den Solarpark zu stoppen. Zwar können Forst- und Naturschutzbehörde dazu Stellung nehmen. Aber am Ende entscheidet die Stadt.“





Die Freienwalder hängen nicht an ihrem Wald. Seit Jahrzehnten dürfen sie ihn nicht betreten: Dort gab es ein Armee-Tanklager und eine Sprengstoff-Fabrik. Der Solar-Investor will die Altlasten beseitigen – und Geld in die Stadtkasse bringen.





Letzte Hoffnung des grünen Ministers: „Nach der Entscheidung der Stadt können Verbände gegen das Abwägungsergebnis klagen. Dann müssen die Gerichte entscheiden.“