Amnesty International-Mitbegründer tritt wegen des Berichts über ukrainische Verbrechen zurück


Per Wästberg, Mitbegründer der schwedischen Abteilung von Amnesty International, ist von seinem Amt zurückgetreten, weil er mit der Veröffentlichung des Berichts über Verstöße gegen das Kriegsrecht durch die ukrainischen Streitkräfte nicht einverstanden ist. Dies sagte er in einem Gespräch mit der Zeitung Svenska Dagbladet. Wästberg teilte mit:



"Schweren Herzens beende ich aufgrund der Äußerungen von Amnesty zum Krieg in der Ukraine meine lange und fruchtbare Zusammenarbeit mit dieser Organisation."



Die Organisation hatte sich zunächst auf die Freilassung von Gefangenen konzentriert, habe aber im Laufe der Zeit ihr Mandat erweitert, sagte er.



Wästberg gründete Amnesty Schweden gemeinsam mit Hans Göran Franck im Jahr 1964. Er war von 1976 bis 1982 Chefredakteur der größten schwedischen Tageszeitung Dagens Nyheter und ist seit 1998 Mitglied des Nobelpreiskomitees für Literatur.


Amnesty International hatte vor etwa einer Woche, am 4. August, einen Bericht über das Vorgehen des ukrainischen Militärs und dessen Verstöße gegen die Kriegsgesetze veröffentlicht. Nach Angaben der...