Ausländische Öldienstleister suchen Ausstieg aus russischem Markt

Die gegen Russland verhängten westlichen Sanktionen, einschließlich der am 15. Mai in Kraft getretenen EU-Sanktionen gegen Rosneft und Gazprom Neft, haben die in Russland größten tätigen ausländischen Öldienstleiter gezwungen, ihr Geschäftsgebaren zu überdenken.

So kündigte Baker Hughes alle Verträge, einschließlich Dienstleistungsverträgen, mit sanktionierten Unternehmen, während Halliburton das Eigentum seiner russischen Tochtergesellschaft auf eine neue juristische Person übertrug, die es dann an das lokale Management verkaufen will. Schlumberger, das die größte Präsenz in Russland hat, könnte ein ähnliches Szenario in Betracht ziehen.

Die großen US-Öldienstleiter, die in Russland tätig sind, passen sich auf unterschiedliche Weise an die westlichen Sanktionen an. Die US-Firma Baker Hughes hat nach Angaben der „Kommersant“ alle bestehenden Verträge mit ihren russischen Partnern zum 15. Mai gekündigt und sich bereit erklärt, Strafen für die Nichterfüllung zu zahlen, so die mit der Situation vertrauten Quellen der russischen Zeitung Kommersant. Dabei handelt es sich in erster Linie um Dienstleistungsverträge, da die Lieferungen von Großgeräten entweder bereits vor der Verhängung der Sanktionen abgeschlossen waren oder die Verfahren für die Unterzeichnung neuer Verträge eingefroren...