Bush verplapperte sich: US-Überfall auf Irak „ungerechtfertigt & brutal“


Das vorherrschende Narrativ ist klar: In der Ukraine-Krise ist Russland der alleinige Aggressor, insbesondere die Vereinigten Staaten gelten weitläufig als unfehlbar. Wer völkerrechtswidrige Kriege der USA an den Pranger stellt, gilt schnell als Schwurbler und Putinversteher. Der frühere US-Präsident Bush selbst nannte den US-Einmarsch in den Irak nun unbeabsichtigt „ungerechtfertigt und brutal“. Ein Freud’scher Versprecher.


Ein Kommentar von Max Bergmann


Der mittlerweile 75-jährige ehemalige US-Präsident, der im Jahr 2003 den Befehl zur Invasion des Iraks selbst verfügte, teilte am vergangenen Mittwoch in einer Rede vor seinen Mitstreitern in Texas gegen das politische System Russlands aus. Dabei verurteilte er interessanterweise die „ungerechtfertigte und brutale Invasion des Irak“ aufs Schärfste. Die „Operation Iraqi Freedom“ war ein völkerrechtswidriger Krieg, den George W. Bush im Jahr 2003 selbst angeordnet hatte. Doch Bush bemerkte sein Abweichen vom vorherrschenden Narrativ sehr schnell und korrigierte sich nach einem kurzen Moment der Verwirrung. Er habe sich auf Präsident Wladimir Putins Invasion in der Ukraine...