Der ewig Unterschätzte: Armin Laschet ist der Richtige


Armin Laschet gilt nicht als der verbissene eindimensional denkende Parteisoldat, weit weg, distanziert von oben herab wie einst Helmut Schmidt. Laschet, 1961 geboren im Ruhrgebiet, familiär verwurzelt in Wallonien, ist und bleibt er ein Mann der Mitte. Der 59-Jähige hat etwas Verbindliches, baut emotionale Nähe auf und ist damit so etwas wie ein Wohlfühlpolitiker, ja ein Menschenfänger obendrein. Es kann begeistern, zumindest unmittelbar, weil er selbst begeisterungsfähig ist. Er kann Komplexes einfach vermitteln und Bürgernähe aufbauen, weil er sich mit den Problemen der Menschen identifiziert, weil er weder Hochmut kennt noch sich Selbstgefälligkeit verfängt. Und anders als manch seiner Politikkollegen und Mitbewerber um das Amt des CDU-Vorsitzes hat er etwas Bodenständiges, wärmt sich an der Erde, den Menschen und ihren Gefühlen. Er ist eigentlich mehr ein Seelsorger, der dabei immer ein fröhliches Lachen versprüht, das aus seiner rheinischen Frohnatur entsteigt. Das Amt des Seelentrösters hat ihm nie eine große Anhängerschaft in der medialen Welt gebracht, dafür ist er einfach zu bescheiden, kein Verkäufer oder Selbststilisierer. Wo andere aufbrausend agieren, ist es Laschet, der immer wieder vermittelnde Worte findet. Und genau das ist es, was den Mann in politisch schweren Fahrwassern, in der Corona-Krise und einer Zeit, wo die CDU gespaltener denn je ist, auszeichnet. Lachet ist Ausgewogenheit und Mitte in Peronalunion.


Mit Merkel...