Estland meldet Luftraumverletzung durch russischen Mi-8-Hubschrauber und bestellt Botschafter ein


Das Außenministerium des baltischen NATO-Landes Estland hat am Mittwoch den russischen Botschafter in Tallinn einbestellt, um sein Missfallen über eine Verletzung des estnischen Luftraums zum Ausdruck zu bringen. Der Vorfall habe sich am Vortag, dem 9. August, ereignet, an dem ein russischer Hubschrauber vom Typ Mi-8 ungenehmigt in der Nähe des Grenzüberganges Koidula in den Luftraum des EU-Landes eingedrungen sei. Der Helikopter soll weder seine elektronische Kennung aktiviert gehabt, noch einen Flugplan übermittelt haben. Auch habe der Pilot zum Zeitpunkt der weniger als eine Minute dauernden Luftraumverletzung keinen Funkkontakt mit der Flugsicherung gehalten.


In der entsprechenden Mitteilung des Ministeriums hieß es:



"Aus Estlands Sicht ist dies ein sehr ernster und bedauerlicher Vorfall, der in keiner Weise hinnehmbar ist."



Den Angaben zufolge sei dies bereits die dritte Verletzung des estnischen Luftraums in diesem Jahr gewesen. Im vergangenen Jahr sollen russische Flugzeuge den estnischen Luftraum fünfmal verletzt haben.


Darüber hinaus verurteilte das estnische Außenministerium "erneut entschieden...