Forbes-Liste: 18-jähriger Erbe der Drogeriemarktkette dm gehört zu den reichsten Menschen


Am 20. September des vergangenen Jahres ist Kevin David Lehmann etwas passiert, das in seinem Alter bisher keinem Deutschen widerfahren ist: Er wurde 18 Jahre alt, erhielt damit ein Mitspracherecht über sein Vermögen, das bislang von einem Treuhänder verwaltet wurde – und landete mit den rund 3,5 Milliarden US-Dollar, über die er nun verfügen kann, in der neuesten Ausgabe der Liste der Superreichen, die das US-Magazin Forbes jetzt wieder veröffentlich hat.


Milliardär geworden ist Lehmann Junior bereits mit 14 Jahren, als ihm sein Vater Günther Lehmann, seine Anteile an der Drogeriemarktkette dm übertrug: 2, 8 Milliarden Euro gab der damals 76-Jährige an den Sprössling weiter, wie aus Eintragungen im Handelsregister hervorging. An die große Glocke hängte das vor vier Jahren niemand. Die Familie Lehmann bevorzugt es traditionell im Hintergrund zu bleiben. Während dm-Gründer Götz Werner als Vorzeigeunternehmer bekannt ist und schon vor Jahren seine Anteile an eine Stiftung übertragen hat, blieb Günther Lehmann unsichtbar. Er war 1974 als Gesellschafter bei dm eingestiegen. Gründer Werner hatte da gerade seinen zweiten Laden eröffnet. Für weitere Expansionen fehlte ihm das Geld. Lehmann, damals Gesellschafter der badischen Supermarktkette Pfannkuch, sprang ein. Im Gegenzug bekam er 50 Prozent der Anteile am Unternehmen. Heute ist dm mit mehr als 60 000 Angestellten und rund 3700 Filialen die größte Drogerie-Kette Europas. Dass sich der Erbe nun ins...