Hat Biden mit Taiwan den Punkt überschritten, an dem es kein Zurück mehr gibt?


Eine Analyse von Timur Fomenko


In einem 60-minütigen Interview mit CBS, kurz vor seiner Teilnahme an der Beerdigung von Königin Elisabeth II., antwortete US-Präsident Joe Biden mit "Ja" auf die Frage, ob im Falle eines chinesischen Angriffs auf Taiwan US-Soldaten zur Verteidigung der Insel eingesetzt würden.


Es ist nicht das erste Mal, dass sich Biden so direkt zu einer US-amerikanischen Beteiligung an einem potenziellen Konflikt in der Straße von Taiwan äußert. Es ist tatsächlich das dritte Mal in einem Jahr. Doch jedes Mal ruderte das Weiße Haus zurück und erklärte, dass sich die "Politik in Bezug auf Taiwan nicht geändert hat".



Aber zum jetzigen Zeitpunkt kann solch eine Äußerung kaum als ein übersehenswerter Ausrutscher bezeichnet werden, und auch Peking wird es wahrscheinlich nicht mehr so ​​sehen. In Chinas Augen nähert sich die US-Politik der strategischen Doppeldeutigkeit ihrem Ende zu, und die USA bewegen sich unumkehrbar auf die De-facto-Unterstützung der Unabhängigkeit Taiwans hin.


Als die Vereinigten Staaten in den 1970er Jahren die Beziehungen zur Volksrepublik China normalisierten und die sogenannte Ein-China-Politik akzeptierten, legte...