Studie: Abwanderung begünstigt AfD-Wahlergebnisse


AfD-Plakat, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Je stärker Regionen in den vergangenen drei Jahrzehnten von Abwanderung betroffen waren, desto höher fallen heute die Wahlergebnisse der AfD aus. Diesen Zusammenhang weist eine Studie des Mercator Forums Migration und Demokratie (Midem) nach, die am Dienstag in Dresden veröffentlicht wird und über die das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" berichtet. Der Studie zufolge besteht der Zusammenhang zwischen Abwanderung und AfD-Wahlerfolgen auch unabhängig von anderen Gegebenheiten vor Ort wie Bevölkerungsdichte, Bruttoinlandsprodukt pro Kopf oder Arbeitslosenquote.


Die Wissenschaftler um Midem-Direktor Hans Vorländer haben für die Studie Wanderungsbewegungen der vergangenen drei Jahrzehnte auf Ebene von Kreisen und kreisfreien Städten ausgewertet und mit dem Ergebnis der Europawahl 2019 verglichen. Im Osten Deutschlands lässt sich der Zusammenhang zwischen Abwanderung und Wahlerfolgen der AfD besonders häufig nachweisen, weil von dort in den vergangenen 30 Jahren besonders viele Menschen abgewandert sind. Im Westen ist der Zusammenhang dafür noch deutlicher ausgeprägt. Vor allem mit Blick auf Ostdeutschland schlägt die Abwanderung der jüngeren Zeit ins Kontor....