Umweltverbände empört über Laschet-Aussagen


Armin Laschet, über dts Nachrichtenagentur

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Umweltverbände haben mit scharfer Kritik und Empörung auf klimapolitische Aussagen des CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet im Sommerinterview des ZDF reagiert. Sie werfen ihm bewusste Desinformation und Falschaussagen vor, berichtet die "Neue Ruhr/ Neue Rhein Zeitung" (NRZ, Dienstagsausgabe). Grünen-Landeschefin Mona Neubaur spricht von einer "dreisten Verdrehung" von Tatsachen.


In dem Interview hatte Laschet den Kohleausstieg im Jahr 2038 verteidigt und den Eindruck erweckt, Umweltverbände wie Greenpeace und der BUND hätten als Mitglieder der Kohlekommission dieses Datum vorgeschlagen. "Laschet lügt in diesem Punkt", sagte Dirk Jansen, NRW-Geschäftsleiter des BUND. Tatsächlich hatten sich die Umweltverbände in einem Sondervotum für einen erheblich früheren Kohleausstieg bis zum Jahr 2030 und gegen 2038 ausgesprochen. "Das ist nicht nur Desinformation, da steckt meines Erachtens System dahinter. Für einen Spitzenpolitiker, der sich für eines der höchsten Staatsämter bewirbt, ist das sehr bedenklich", sagte Jansen. Greenpeace-Vorstand Martin Kaiser sagte der NRZ, Laschets "billiger Versuch, sich hinter falschen...