Wirtschaft und Soziales nach der Corona-Krise: Die Ideen der zehn größten Parteien


Eine Analyse von Susan Bonath


Erleichterungen für Großkonzerne mit CDU und CSU


Mehr Wettbewerb, mehr Konkurrenz, den "Markt entfesseln": Damit will die Unionsfraktion aus CDU und CSU die Wirtschaft auch nach Corona managen. Sie plant steuerliche und bürokratische Erleichterungen für Großkonzerne; dem Klimaschutz stehe das nicht im Wege. In ihrem 139-seitigen Wahlprogramm heißt es beispielsweise: "Wir wollen die Steuerlast für Gewinne, die im Unternehmen verbleiben, perspektivisch auf 25 Prozent deckeln." Dies schaffe "Investitions- und Innovationskraft für die anstehenden Herausforderungen" und sei das beste Mittel gegen Niedriglöhne.


Kurzum: Die Union will weiter machen wie bisher mit Mitteln, die in den vergangenen Jahren ihrer Regentschaft den Niedriglohnsektor nicht beseitigten, sondern vergrößerten. Ähnlich verhält es sich mit der steigenden Altersarmut dank sinkender Renten. Das Konzept der CDU und CSU geht zwar seit Jahrzehnten nicht auf, dennoch baut sie weiter auf ihr nicht bewährtes Konzept: Sie will die private Altersvorsorge staatlich fördern. Und sie erneuert ihr bisher recht leeres Versprechen: Bauprogramme gegen Wohnraummangel. Dazu gehört auch mehr Familienförderung für Eigenheime – ein klassisches Angebot an...